diary of my personal inquiry

Entspannt Reisen

Schneechaos allerorten. Autobahnen sind verstopft, auf Flughäfen und Bahnhöfen geht nichts mehr oder nur mit großer Verzögerung. Menschen brüllen sich an, twittern ein #fail nach dem anderen und immer sind die Bahnen, Fluggesellschaften und andere die Versager. Wenn ich den Erzählungen über die letzte Horrorreise Anderer zuhöre, wundere ich mich immer. Obwohl ich pro Woche mindestens zwei Tage eher drei Tage unterwegs verbringe, habe ich selten derartige gefühlte Nahtoderfahrungen unterwegs, sondern komme meistens entspannt am Ziel an.

Was mache ich anderes:

  1. Mit Puffer planen: Der größte Stress entsteht, wenn man an einem festen Termin an einem bestimmten Ort sein muss und man erlebt, wie die Zeit bis zum Termin sinnlos verrinnt, ohne das man dem Ziel näher kommt. Deswegen plane ich bei meinen Reisen mit größeren Reisezeiten als angegeben. Kommt der Zug zu spät oder startet der Flieger später, nutze ich die Zeit für mich, anstatt mir Gedanken über den verpassten Termin machen zu müssen.
  2. Die Reisezeit nutzen: Die meisten sehen Reisezeit als verlorene Zeit. Zeit die sie gezwungener Maßen zwischen zwei sinnvollen Orten verbringen müssen. Für mich ist Reisezeit produktive Zeit. Fahre ich mit der Bahn, kann ich die gesamte Zeit dazu verwenden, an Konzepten, Ideen oder Texten zu arbeiten. Fliege ich, dann lese, spiele ich oder lass meinen Gedanken freien Lauf und freue mich über die Ideen, die dadurch entstehen. Fahre ich mit dem Auto höre ich Hörbücher oder träume vor mich hin.
  3. Muße und Entspannung geniessen lernen: Wir sind auf Produktivität getrimmt. Wenn wir nicht etwas wertvolles oder nützliches tun, fühlen wir uns schlecht. Mir stellt sich immer die Frage, was ist denn wertvoll oder nützlich. Für mich ist dies auch meinen Gedanken nachhängen, neue Ideen entwickeln oder einfach spielen. Das kann ich unabhängig vom jeweiligen Ort tun. Es geht hierbei um einen Wechsel der Perspektive und hinterfragen, ob unsere Vorstellungen von Produktivität nicht ein Auslaufmodell sind.

Mit diesen einfachen Prinzipien gelingt es mir mein Reisepensum entspannt zu genießen. Genießen auch Sie Ihre Heimfahrt oder nächste Reise nach den Feiertagen.

 

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