diary of my personal inquiry

Unterwegs 2.0

Birdy und ICEMeine Formel für ein besseres Unterwegssein: Bahn + Faltrad = Perfekte Reise. Seit 2 Jahren leiste ich mir nun den Luxus einer BahnCard 100 und geniesse es. Beruflich bin ich viel unterwegs, mindestens einmal die Woche pendele ich zwischen Hamburg, Frankfurt oder Essen. Mit dem Auto wäre mir das zu anstrengend, da ich in der Regel am gleichen Tag hin- und zurückfahre. In der Bahn dagegen habe ich viel Zeit zum Arbeiten, den Gedanken nachhängen oder einfach nur Träumen.

Allerdings war ich noch nicht ganz zufrieden, denn ich wollte gerne mehr Bewegung in mein Leben bringen. Auch bin ich kein großer Freund des  Nahverkehrs in kuscheligen Straßen- und U-Bahnen oder Bussen, daher musste eine Alternative für den Weg von und zum Bahnhof her. In Hamburg fahre ich meistens mit dem Rad, aber am Zielort haben sich die Call-a-Bikes der Bahn für meine Zwecke als zu unflexibel erwiesen: im Herbst- und Winter wäre ich häufig gerne mit dem Rad gefahren, aber Call-a-Bike hat dann Winterpause. An vielen Orten, wie z.B. Essen, gibt es gar keine Call-A-Bikes und in München z.B. fahre ich häufiger zu Zielen im Umland. Die sind zwar prima mit der S-Bahn zu erreichen, aber die Räder sind zu schwer, um sie komfortabel in die Bahn zu hieven, und überhaupt verlasse ich damit das Geschäftsgebiet von Call-A-Bike München.

Lange habe ich schon von einem Faltrad geträumt, am besten ein Birdy von Riese und Müller in Darmstadt. Ein Birdy bietet einen ähnlichen Fahrkomfort wie ein “normales” Rad, allerdings lässt es sich einfach auf ein handliches Maß zusammenfalten. Im gefalteten Zustand kann man es direkt auch in den ICE mitnehmen und bezahlt noch nicht mal einen Aufpreis dafür. Wer einmal versucht hat, mit dem Fahrrad in der Bahn zu verreisen, weiß das zu schätzen. Denn Stellplätze für Fahrräder gibt es in den Zügen der Deutschen Bahn nicht im ICE, und in den anderen Zugarten in einer so beschränkten Anzahl, dass die Reservierung zum Glückspiel wird. Nun ist alles perfekt und ich habe mir im Dezember 2012 endlich ein Birdy gekauft. Jetzt radele ich einfach mit dem Birdy zum Bahnhof, klappe es mit fünf Handgriffen zusammen und lasse mich entspannt zum Zielort fahren. Dort lässt es sich zack! auseinander falten und weiter geht’s.

Allerdings gibt es ein Birdy nicht zu Schnäppchenpreisen. Freundlicherweise erhielt ich aber Unterstützung aus dem Bundesfinanzministerium für die Realisierung meines Traums von der bahnkompatiblen Fahrradlösung. Passend zum Jahresende 2012 stellt ein Erlass des Ministeriums Fahrräder als Dienstfahrzeuge dem Auto gleich. Damit kaufte meine Firma das Birdy und ich versteuere es nun monatlich mit einem Prozent des Kaufpreises. Die Firma setzt das Fahrrad über Abschreibungen steuerlich ab. Damit spare ich ca. 50% des Kaufpreises ein. Eine praktische Lösung für alle Selbständigen, gut für die Gesundheit und die Umwelt.

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