diary of my personal inquiry

Konzentration auf das Wesentliche

SteinpyramideFokus. Nichts ist mir zur Zeit so wichtig, wie Fokus: Mich konzentrieren, Ablenkungen ausblenden, das Wichtige im Auge behalten. Nur so gelingt es mir, Zeit zu schaffen für das, was mir wichtig ist. Die meisten Dinge, mit denen ich meine Zeit verbringen kann, bringen mich nicht weiter. Es sind wenige Dinge, die wirklich wichtig sind und die richtig Spass bringen. Die sind es, die zukünftig meinen Tag füllen sollen.

Mein Gehirn ist hervorragend fähig, dutzende paralleler Aktivitäten und Ereignisse parallel im Blick zu behalten und schnell zu reagieren, wenn etwas Aktion erfordert. Leider ist es nur begrenzt begeistert, sich auf eine Sache zu beschränken und sich voll zu konzentrieren. Es windet sich und erfindet ständig neue Argumente, warum es wichtig ist alles andere im Blick zu behalten. Alles was “Neu!”, “Wichtig!” oder “Dringend!” schreit, fesselt sofort meine Aufmerksamkeit. Und das tut es unablässig: E-Mail Notifications, Twitter Direct Messages, Facebook Status-Updates, Telefonanrufe, SMS ein ständiger Schrei nach Aufmerksamkeit. Und wenn zufällig gerade kein Update kommt, dann suche ich nach spannendem Input. Es könnte ja sein, dass ich einen wichtigen Text übersehe, oder gar the next big thing

Aber jetzt ist Schluss. In der letzten Woche hatte ich Fieber und Kopfschmerzen. So stark, dass ich mich noch nicht mal lange genug konzentrieren konnte, um mehr als zwei Tweets am Stück zu lesen. Die Helligkeit der Displays brannte sich in meine Retina. Darüber hinaus verursachten mir die meisten Tweets und Facebook-Updates noch mehr Kopfschmerzen. Eine Leere breitete sich in meinem Kopf aus und ließ sich nicht mehr entfernen.

Eine Woche lang fasste ich den Rechner nicht mehr an und liess mein Smartphone links liegen. Ich las Papierbücher und schrieb in Papiernotizbücher. Die Unruhe legte sich und das Gefühl etwas zu verpassen auch. Was wichtig war, kristallisierte sich in einfachen Listen und der Arbeit stand nichts im Weg.

Das war es, wohin ich wollte. Und jetzt hat es geklappt. Dazu brauchte ich nicht mehr, sondern weniger. Weniger Technik, weniger sinnlose News, mehr Zeit für mich.