diary of my personal inquiry

Author Archives: jho

Strolling through London

Endlich! Mal wieder in London und ein bißchen Zeit für ein paar Spaziergänge in der Stadt. Da mir das bis jetzt noch nie so recht gelungen war, habe ich schamlos alle touristischen Standardziele besucht und mich an den Wege dazwischen erfreut. Die meiste Zeit waren wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs.

Am spannensten waren die Fahrten mit dem Fahrrad. London hat sich noch nicht daran gewöhnt, dass Radfahrer zum Stadtverkehr gehören, die Infrastruktur ist nicht vorhanden und der Verkehr ist wirklich abenteuerlich. Trotzdem ließen wir uns nicht abhalten, schwangen uns auf die Boris Bikes, so werden die Leihräder des Barclays Cycle Hire Systems genannt, und stürzten uns ins Getümmel.

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Es war wunderschön, und ich will immer wieder hin.

Unterwegs 2.0

Birdy und ICEMeine Formel für ein besseres Unterwegssein: Bahn + Faltrad = Perfekte Reise. Seit 2 Jahren leiste ich mir nun den Luxus einer BahnCard 100 und geniesse es. Beruflich bin ich viel unterwegs, mindestens einmal die Woche pendele ich zwischen Hamburg, Frankfurt oder Essen. Mit dem Auto wäre mir das zu anstrengend, da ich in der Regel am gleichen Tag hin- und zurückfahre. In der Bahn dagegen habe ich viel Zeit zum Arbeiten, den Gedanken nachhängen oder einfach nur Träumen.

Allerdings war ich noch nicht ganz zufrieden, denn ich wollte gerne mehr Bewegung in mein Leben bringen. Auch bin ich kein großer Freund des  Nahverkehrs in kuscheligen Straßen- und U-Bahnen oder Bussen, daher musste eine Alternative für den Weg von und zum Bahnhof her. In Hamburg fahre ich meistens mit dem Rad, aber am Zielort haben sich die Call-a-Bikes der Bahn für meine Zwecke als zu unflexibel erwiesen: im Herbst- und Winter wäre ich häufig gerne mit dem Rad gefahren, aber Call-a-Bike hat dann Winterpause. An vielen Orten, wie z.B. Essen, gibt es gar keine Call-A-Bikes und in München z.B. fahre ich häufiger zu Zielen im Umland. Die sind zwar prima mit der S-Bahn zu erreichen, aber die Räder sind zu schwer, um sie komfortabel in die Bahn zu hieven, und überhaupt verlasse ich damit das Geschäftsgebiet von Call-A-Bike München.

Lange habe ich schon von einem Faltrad geträumt, am besten ein Birdy von Riese und Müller in Darmstadt. Ein Birdy bietet einen ähnlichen Fahrkomfort wie ein “normales” Rad, allerdings lässt es sich einfach auf ein handliches Maß zusammenfalten. Im gefalteten Zustand kann man es direkt auch in den ICE mitnehmen und bezahlt noch nicht mal einen Aufpreis dafür. Wer einmal versucht hat, mit dem Fahrrad in der Bahn zu verreisen, weiß das zu schätzen. Denn Stellplätze für Fahrräder gibt es in den Zügen der Deutschen Bahn nicht im ICE, und in den anderen Zugarten in einer so beschränkten Anzahl, dass die Reservierung zum Glückspiel wird. Nun ist alles perfekt und ich habe mir im Dezember 2012 endlich ein Birdy gekauft. Jetzt radele ich einfach mit dem Birdy zum Bahnhof, klappe es mit fünf Handgriffen zusammen und lasse mich entspannt zum Zielort fahren. Dort lässt es sich zack! auseinander falten und weiter geht’s.

Allerdings gibt es ein Birdy nicht zu Schnäppchenpreisen. Freundlicherweise erhielt ich aber Unterstützung aus dem Bundesfinanzministerium für die Realisierung meines Traums von der bahnkompatiblen Fahrradlösung. Passend zum Jahresende 2012 stellt ein Erlass des Ministeriums Fahrräder als Dienstfahrzeuge dem Auto gleich. Damit kaufte meine Firma das Birdy und ich versteuere es nun monatlich mit einem Prozent des Kaufpreises. Die Firma setzt das Fahrrad über Abschreibungen steuerlich ab. Damit spare ich ca. 50% des Kaufpreises ein. Eine praktische Lösung für alle Selbständigen, gut für die Gesundheit und die Umwelt.

Elbspaziergang – ein toller Post von kurzundknapp

IMG_1282Hamburg bietet viel für’s Auge, den Kopf und die Seele. Neben den Reizen der Großstadt bietet Hamburg auch wunderschöne Momente in der Natur. Für mich ist ein Spaziergang entlang der Elbe eines der Highlights. Gerade deswegen habe ich mich so sehr über “Soweit die Füße tragen” gefreut. Dieser Post von kurzundknapp beschreibt einen Spaziergang von Teufelsbrück entlang der Elbe bis in die Hafencity. Lebendig wird die Beschreibung gerade durch die vielen Bilder.

Der Weg entlang der Elbe bei Hamburg ist nicht gerade fahrradfreundlich und damit eigentlich nur perfekt zu Fuß zu erkunden. Wer direkt aus der City dem Spaziergang folgen möchte, der fährt mit den HADAG Hafenfähren von den Landungsbrücken nach Teufelsbrück und läuft dann zurück in die Stadt. Dazu nimmt man die Fähre 62 von den Landungsbrücken Richtung Finkenwerder und steigt dort um in die Fähre 64 nach Teufelsbrück. So genießt man das Elbpanorama auch von der Wasserseite und reist zum günstigen HVV Tarif.

Über Patriotismus

Alle zwei Jahre flammt die Patriotismus-Debatte in Deutschland wieder auf. Immer wieder dann, wenn Fußball-begeisterte Massen sich die Wangen in Schwarz-Rot-Gold einfärben und die Nationalflagge schwenken. Die Kampflinien der Diskussionen sind auch schon vorgezeichnet: Auf der einen Seite diejenigen, die im Ausdruck deutscher Nationalbegeisterung nur kindlichen Spass und Eventkultur ausgedrückt sehen, und auf der anderen… Continue Reading

Voltaire und Friedrich der Große: Sire, ich eile!

Die ersten Rezensionen in der Zeit und der F.A.Z zu dem neuen Werk von Hans Schädlich lasen sich so gut, dass ich das Buch unbedingt kaufen musste. Schädlich konzentriere mit präziser Sprache den Konflikt zwischen dem Machtmensch Friedrich II und dem Philosophen Voltaire. Spannend war es für mich, diesem Wechsel von Verehrung, Besitzansprüchen, Indifferenz und… Continue Reading

Spaziergänge in Rom

Ich liebe Rom und ich liebe die Bücher von Marco Lodoli. Ursprünglich erschien die Texte als Kolumnen in der italienischen Tageszeitung La Rebbublica. Sie beschreiben kleine Inseln in Rom abseits der Touristenpfade, an denen man das besondere, das ursprüngliche Rom spüren kann. Spaziergänge zu Orten die man im Getümmel und angesichts der großen und bekannten… Continue Reading

Das Manifest gegen die Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein brennendes Thema. Die Zeitungen sind voll von Berichten, Konferenzen werden abgehalten, Werbekampagnen gestartet und offizielle Preise verliehen. Eigentlich sollten wir alle glücklich sein, gesund ernährt, mit ökologisch produzierten Nahrungsmittel, gekleidet in Kleidung aus kbA Rohstoffen, und der Umwelt und allen Menschen geht es gut. Wir alle? Nein, zwei Menschen sind damit nicht… Continue Reading

Müdigkeitsgesellschaft

Jedes Zeitalter hat seine Krankheiten, schreibt der aus Korea stammende Philosoph Byung-Chul Han aus Karlsruhe in seinem Büchlein Müdigkeitsgesellschaft. Unsere sind Depression, AHDS und Burnout. Während Medien, Politiker das vermeindlich Fremde als Bedrohungen thematisieren, geht laut Han die moderne Leistungsgesellschaft an ihrer eigene Positivität zugrunde. Ausseinandersetzung mit dem Fremden folgen dem Konfliktmuster eine Virusinfektion. Virale… Continue Reading

Der neue Terrorismus kommt nicht aus dem Netz, sondern es fehlt eine neue Ethik

Blogger, Neue Bohème Apologet, Interneterklärer, Rentenexperte und nun auch Terrorexperte des Spiegels, Sascha Lobo ist auf dem Weg der Elmar Theveßen der Generation Facebook zu werden. In seiner aktuellen Kolumne “Der neue Terrorismus kommt aus dem Netz”, argumentiert er am Kern der Sache vorbei und liefert denen, die er kritisieren will, weitere Munition gegen ein freies Internet.… Continue Reading

Barfuss durch die Alpen

Zurück zu einer natürlichen Bewegung, das bieten Barfußschuhe wie Vibram FiveFingers. Skeptisch sind viele, wie ich bei meinen Wanderungen mit ihnen erleben durfte. Dabei vermitteln sie ein tolles Laufgefühl und kräftigen den Bewegungsapparat. Aufmerksam auf die Vibram FiveFingers wurde ich durch das Buch „The Primal Blueprint“ von Mark Sisson. Mark empfiehlt Barfußgehen bzw. das Tragen… Continue Reading